Bremen und Flensburg – Kleine Reisegeschichte

Meine Reise hat mich für zwei zu kurze Tage in die beiden schönen Städte Bremen und Flensburg geführt. Bremen war nur ein halber Tag, der mit gemütlichen Bummeln verbracht wurde. Die Bremer Innenstadt ist wirklich sehr, sehr schön, verwinkelt und verschnörkelt. Nach einem mega leckeren Flammkuchen wanderten wir gut gestärkt umher und kamen auch in das süße Schnoorviertel. Ich liebe solche Gassen und Geschäfte! Total niedlich und klein, jedes mit einem wunderschönen Charme und einfach ganz individuel. Wenn ihr in Bremen seid, los, ab in diese schönen Gassen! Von kleinen Tapasrestaurants, einer Bonbonmanufaktur und vielen kleinen Lädchen mit selbstgemachten Sachen gibt es so Viel zu entdecken! Ein bisschen erinnert dieses Viertel auch an die Winkelgasse, nur etwas schmaler. Schaut auf jeden Fall Mal vorbei! In dem Bonbonladen könnt ihr sogar live bei der Herstellung der Köstlichkeiten zugucken. Nomnomnom. Natürlich hab ich es mir nicht nehmen lassen, eines der leckeren Bonbongläschen mitzunehmen ;)

Flensburg

In Flensburg haben wir in unserem allerersten Airbnb übernachtet. Eine schnuckelige Altbauwohnung mit schönen alten Holzdielen und ganz vielen Winkeln. Es ist so spannend zu sehen, wie Menschen wohnen! Unser lieber Host war ein ganz charismatischer Typ, gerade von einem Festival zurück und voller Lebenslust. Es war so schön, ihn kennen gelernt zu haben. Von unserem Airbnb aus hatten wir nur einen kurzen Fussweg zum wunderschönen Hafen der Stadt, der wie in einer kleinen Kuhle liegt. Die Stadt selbst ist ein bisschen höher gelegen und man geht immer bergab in seine Richtung, wo einem zum Abend hin die Lichter der drumherum liegenden Restaurants und Cafés entgegen leuchten. Rustikale Schiffe liegen hier vor Anker und schaukeln leicht auf den Wellen. Es herrscht eine wundervolle Stimmung, die vom strahlenden Gold der Sonne noch verstärkt wird.

Einmal den Weg um den Hafen herum zeigt die Stadt einem verschiedene Perspektiven und es gibt eine Menge zu entdecken. In einem kleinen Restaurant machten wir dann eine kurze Pause und hatten auch das Glück, dass dort eine sehr gute Band spielte. Mit den immer dunkler werdenden Hafen und seinen langsam hervor kommenden Lichtern, dazu die schönen Klänge der Band, konnten wir die entspannte Stimmung an diesem Abend genießen. Wir sind leider nur am nächsten Tag in der mit verzierten Häusern geschmückten Innenstadt gewesen, dort wäre ich gerne noch ein bisschen länger herum gewandert und hätte das rege Treiben dort beobachtet.

Bei unserem kleinen und letzten Spaziergang am Morgen überraschte uns leider strömender Regen, der kalt und nass auf uns niederprasselte. Von Hausdach zu Hausdach und Unterstand hüpfend fanden wir doch eine kleine dänische Bäckerei, mit einer total lieben Bedienung. Irgendwie fühlt man sich im Norden auch bei jedem Menschen willkommen, alle sind so… erfüllt in dem, was sie tun. Das verbreitet eine so schöne Atmosphäre. Dieser kleine liebe Vorgeschmack, im wahrsten Sinne des Wortes, ich sag nur, sehr köstliches Gebäck!, der dänischen Bäckerei rettete uns vor noch mehr strömenden Regen, bevor es gegen Mittag auch schon weiter ging, diesmal wirklich in das wunderschöne Dänemark. Davon erzähle ich dann im nächsten Post ! Seid gespannt! Unten habe ich euch noch den schönen Bonbonladen verlinkt ;)

Links:
Zum Bonbonladen

Kraftvolle Nordsee – Teil 1

Meine Liebe – das Meer. Ich kann diese Faszination nur schwer in Worte fassen, es ist eine Ruhe, die mich umgibt. Sei es die Weite, die Unendlichkeit, die Tiefe. Ich weiß es nicht. Man könnte eigentlich davor Angst haben, vor der geballten Kraft, die in ihr steckt, vor der Ungewissheit, was in ihren Tiefen lauert, vor der Unberechenbarkeit.
Der Grund für den spontanen Trip an die Nordsee war der Umstand, dass ich das Meer noch nie im Winter gesehen habe. Ein Häckchen auf meiner Liste erfüllt, und so viel reicher um schöne Erinnerungen und nie endender Faszination. Hat ein bisschen Ähnlichkeit mit dem Leben selbst.

Das Meer.
Trotz des bewölkten Himmels strahlt es voller Kraft, wuchtig fallen die Wellen ans Ufer, streicheln den Sand, ziehen sich nach der Berührung zurück. Die nächste kraftvolle Welle kommt hinterher, verschlingt ihren Freund, baut ihn auf und zieht sich zurück. Ein nie endendes Spiel.

Norderney
Diese Insel. Leider hab ich nur einen Tag auf ihr verbringen können. Und dennoch hat sie mich in ihren Bann gezogen. So viel Vielfalt, soviel Schönes. Schöne, verwinkelte Gassen, Tiere, Rehe, die mitten in der Stadt durch die Bäume flitzen, liebe Menschen in kleinen Lädchen. Wundervolle Natur, traumhafte Dünen, kleine Wäldchen und endlose, überschwemmte Wiesen mit süßen Hütten. Dazwischen ragen Hügel als Aussichtspunkt heraus, um über die Schönheit der Insel blicken zu können. Das alles durfte ich sehen und spüren, (dem starken Wind sei Dank). Meiner gloreichen Idee, 12 Kilometer durch die halbe Insel zu laufen, nur um den Leuchtturm von Norderney zu sehen, der eh geschlossen hatte, sei Dank.
Ich bin verliebt.
Man darf auch die Schattenseiten nicht auslassen. Denn dabei sollte man bloss nicht die Möwe vergessen, die mein Fischbrötchen klaute. Wenn man schon nur so kurze Zeit an der Küste verbringt, sollte man alles dabei haben. Auch Möwen und Fischbrötchen.