Sonnenblumen – Shooting mit Lena

Was man viel zu selten tut? Spaziergänge alleine, nur mit sich selbst. Vielleicht nimmt man noch sein Ich mit. Einfach sitzen, zu sehen. Beobachten.
Nicht zu denken. Akzeptieren.
Was müssen wir denn nur so viel überlegen? Über was müssen wir nachdenken? Müssen wir wirklich? Kann man nicht einfach mal den Kopf ausschalten, die ganze Logik hinter irgendetwas vergessen? Es muss nicht alles logisch sein. Manchmal kann es einfach nur mal schön sein. Denken würde es kaputt machen…

Lena

Lena

Lena

Lena

LenaLena

Lena

Vielen Dank, liebe Lena, für den schönen Tag und den leckeren Tee!

Schützende Schuhe

Und sie stand einfach auf, legte ihre schützenden Schuhe beiseite, ganz sorgsam und geordnet, die Schnürsenkel hinein, Parallel nebeneinander, und ging weg. Barfuß, ohne Angst. Die nackten Füße fanden ihren Weg, gingen über spitze Steine, über weiches Gras, wurden nass.

Sie liefen durch alles, es tat weh, fiese Scherben, auf schlechten Boden, stachen in ihre Sohle, tief in ihr Fleisch. Fast wollte sie umkehren, den beschwerlichen Weg, der schon hinter ihr lag, die Schuhe wieder anziehen.

Doch mit der Zeit, wurde aus dem weichen Fleisch, gequält von den harten Steinen, etwas Festes. Etwas Beständiges. Etwas, das man nicht zurück lassen kann, wie ein schützendes Paar Schuhe.

Ihre Sohlen wurden stärker, ihr Schritt bestimmter. Und ihr Blick weiter.

Sie würde nicht mehr zurückgehen.

Alle Steine, Stiche und Schmerzen meistern. Und härter zurückkommen.

Stefanie Kisbauer

schützende schuhe

Es gibt gar kein schwarz

Ich teile den Text der lieben Eva, weil er mich sehr berührt und ihn mehr Menschen sehen sollen und auch berührt werden sollen… Oder anderes während des Lesens in sich entdecken können…

„Gezeichnet von Ängsten und Trauer und Zweifel und Tränen Mit Zeit in den Händen und Schmerz in den Augen Ganz klein, ganz allein, ganz verlassen und einsam Voll Ratlosigkeit und endloser, endloser …“

Drückt unbedingt auf die Quelle! duchdennebelsehen hat noch mehr schöne Texte und auch Bilder…

Quelle: Es gibt gar kein schwarz

Lass mich das Leben festhalten

Vielleicht gibt es heute keine großen Bilder und keine Reise, kein Shooting. Vielleicht gibt es heute meine Gedanken. Auf der Suche nach einem Menschen bin ich alte Bilder von mir durchgegangen. Bilder, mit vielen Menschen. Von Hochzeiten und Veranstaltungen, die ich fotografiert habe. Und ich erinnerte mich zurück, dachte an all die Menschen, die ich beobachtet und manchmal auch festgehalten habe. An ihr Lachen und mein Lachen, weil ich mich für und mit ihnen gefreut habe. Gefreut wegen dem Moment, und das Glück, das ich hatte, genau dann dabei zu sein. Die kleinen Details, die ich endteckt habe, die ohne mich vielleicht versteckt gewesen wären. Für die ich mich fasziniert habe und das teilen wollte, auch wenn es viele nicht interessierte. Mit diesen Gedanken und den letzten Wochen im Kopf, die mich immer wieder ein bisschen nach unten gezogen haben, sitze ich nun hier und tippe. Frei Schnauze. Mit ein paar Tränen. Genau dieser Grund ist es, warum ich fotografiere. Warum ich es Liebe. Wegen den Menschen, wegen dem Leben, wegen dem Lachen und Weinen. Wegen der Echtheit. Diese Echtheit liebe ich so. Keine perfekten, scharfen Bilder, keine perfekten Gesichter mit perfekten Augenbrauen. Nein, ich liebe unperfekte Gesichter mit ECHTEN Charakterzügen. Und ihren Geschichten. Wegen nichts Anderen mache ich Bilder. Ich liebe Portraits, ich liebe Pärchen zu fotografieren, Schwangere, Familien. Aber noch mehr liebe ich es, sie echt und ungestellt in der Stadt zu beobachten und festzuhalten. Vielleicht auf einer Bank. Vielleich auch in einem nicht ganz so glücklichen Moment. Das ist doch viel schöner, als alles perfekt gestalten zu wollen

help

Ich hab doch ein Bild für euch. Aus meinem letzten Besuch in Kiel. Es hängt in meinem Wohnzimmer und ist eines meiner Lieblingsbilder. Und wird es hoffentlich noch lange bleiben.

Mondnacht in Bayreuth

Warten auf den Fernbus, der den Kumpel vom anderen Ende von Deutschland bringt.
Es ist kalt.

Man ist müde.
Trotzdem. Man kann nicht in einer Stadt, in der man vorher noch nie gewesen ist, sein und sich nicht umschauen. Also, raus aus dem Auto und Stadt angucken! So gut wie es eben geht, nachts um halb zehn. In der Jogginghose. Egal.

mondnacht

Durch die Gassen geschlendert. Menschen beobachtet. Fotos gemacht. Schloss angeguckt. Fußgängerzone gefunden. Baustelle mit Gedicht. Wer kommt auf die Idee, Goethe und Eichendorf an die Wand zu schreiben?! Da stehen doch immer nur obszöne Worte… Faszinierend. Diesen Menschen hätte ich gern kennen gelernt…

Und Schlag auf Schlag! Werde ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch, du bist so schön.“
Ja, das hätte ich auch. Es sind doch kleine Sachen, die einem im Gedächtnis bleiben… Und dort bleiben sie nur mit einem Foto…

Die Ohrfeige des Lebens

Im August schlug es mir mit voller Kraft ins Gesicht. Das Leben. BAAAAM. Ohne Vorwarnung. Warum?
Ich hab angefangen zu arbeiten. Bin umgezogen. Wohne alleine in einer neuen Stadt. Bin auf einmal Single. Und fange genau dort in dieser Einsamkeit, wo man gerade mal seine Arbeitskollegen kennt, eine Ausbildung an. Frisch aus der Schule, sofort rein in alles. Verantwortung. Niemand sorgt mehr dafür, dass der Kühlschrank voll ist. Dass das Bad sauber ist und frische Wäsche da ist. Auf einmal musste auch noch Geld für ein Auto her. Und das Auto war auch auf einmal da. Genauso schnell, wie man in dieses komische Abenteuer namens Leben gefallen ist.
Und dann? Dann findet man sich nach einem wirklich beschissen Arbeitstag heulend auf dem Küchenboden mit einer Tafel Schokolade in der Hand. Sämtliche Lichter aus, kein Geräusch in der ganzen Wohnung, nur das entfernte huii der Autos auf der Straße. Das Teelicht flackert und man fragt sich. Warum? Wieso sitzt ich hier? Ich nenne den Küchenfußboden „Fußboden der verlorenen Seelen“. Er ist unterstes Niveau und man kommt super an Schokolade.

peng

Und genauso, wie man gut an die Schokolade kommt, kann man sich aus diesem Tief heben. Schokolade essen, aufstehen, Teelicht aus. Ins Bett.
Nach einer Woche weinen und heulen und Maske aufsetzen, mit Freunden reden. Aufbauen lassen. Sich wieder einkriegen. Ich schaffe das.
Ich hab den Glauben, dass alles seinen Grund hat. Und daran halte ich fest. Ich wachse mit den Wochen, in denen ich weinte. Und werde es besser machen. An mir arbeiten. Und mal wieder zum Fußboden der verlorenen Seelen zurückkehren, kann man sich hin und wieder erlauben. Nur nicht vergessen:
Wieder aufstehen!

Me

Herbert Grönemeyer sang mal: „Lache, wenn es nicht zum weinen reicht!“

Eva – Golden Hour Shooting

Ich wollte mit Eva Fotos machen, schon länger. Habs aber immer wieder aus unerklärlichen Gründen hinaus gezögert (ich bin schüchtern, „hust“). Als ich sie dann doch endlich mal gefragt habe, hatte es immer noch ein Weilchen gedauert, es war Abi, ich war dauernd mit Bewerbungen und Probearbeiten beschäftigt und und und. Was fällt einem nicht alles ein, um irgendetwas hinaus zu zögern.
Nach einigen Wochen hat es geklappt. Eva und ich zogen mit Eva Schwester als „Sonne“, zum Aufheller halten, los. Ich wollte unbedingt Abendlicht – und bin begeistert. Aber seht selbst!
Die Richtung, die ich erreichen wollte, war Ruhe und Melancholie, eine Menge Licht und ein bisschen Freude. Ist es mir gelungen?

eva

Melancholie

eva

Guitar

FUN

fun

eva

Ich liebe diesen Lichtenfall! Mein Lieblingsbild aus der Serie!