Kameragurt – Do it Yourself

Heute gibt es mal wieder ein kleines Do-It-Yourself für euch! Ich bin in dieser Beziehung zurzeit echt fleissig, es entspannt mich ein bisschen und lenkt mich vom Alltag ab. Da ich ja sehr gerne nähe, jedoch noch nicht allzu gut darin bin, ist es vor allem leicht nachzumachen. Ich hoffe, ich helfe euch damit!
Ich wollte mir schon länger einen eigenen, individuellen Kameragurt nähen. Bis ich aber mal wusste, wie genau er sein sollte, was ich brauche, damit auch alles gut hält (meine Kamera ist schließlich oft im Einsatz, das muss schon was Festes sein), musste ich mich zuerst einmal durch mehrere Blogs, Anleitungen usw. durchlesen. Die folgende Anleitung ist deshalb auch von mehreren Seiten inspiriert und durch mich noch ein bisschen verbessert, oder eher verändert, verbessert ist relativ :D

Zu aller erst braucht ihr erstmal Folgendes:

  • Baumwollstoff in wunderschönen Farben, seid kreativ!
  • dickes Bügelvlies
  • Textilkleber
  • Baumwollgurtband und Schieberegler, meine sind 10mm breit
  • Kunstlederreste
  • Ledernadel, Faden, Nähmaschine, Stoffschere, Bügeleisen

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Es geht los!

So, dann fangen wir einmal an! Diese Anleitung kann auch nur eine Inspiration für euch sein. Da mir mein alter Nikongurt ein bisschen zu klein von der Breite her war, habe ich meinen etwas breiter gemacht. 5 cm ist er fertig breit, den Stoff schneidet ihr aber auf 11,5 cm zu, genauso wie das Vlies. Da ist die Nahtzugabe dazu gerechnet. Die Länge des Gurtes kann genauso nach euren Wünschen variieren, ich habe 62 cm genommen. So, nun bügelt ihr erstmal das Vlies auf den Stoff, damit dieser etwas fester wird. Den Stoff selbst könnt ihr dabei auch von Falten befreien.

Nackenpolster

Danach schneidet aus einer alten Decke, so wie ich, (für die Sparfüchse) ein Rechteck, das der Breite eures Stoffes entspricht und ca. 15 cm lang ist. Natürlich könnt ihr auch extra Sweatstoff oder Flies kaufen! Das ist die Polsterung für euren Nacken! Näht dieses Stück am Rand mit euren Stoff zusammen. stefaniekisbauerDanach faltet ihr ihn an der langen Seite und näht ihr ganz normal auf der linken Seite zusammen. Dann dreht ihr ihn um und näht an den beiden Seiten zusammen, um eine schöne Naht zu erhalten. Am Ende eurer Nackenpolsterung näht ihr noch einmal quer über den Stoff, damit eure Polsterung auch nicht verrutscht und bequem bleibt. Außerdem sieht es schön aus ;) stefaniekisbauerstefaniekisbauer

Das Leder verschönern

Jetzt schneidet ihr das Kunstleder zu, ein bisschen breiter wie die Breite eures Gurtes. Dabei ist ein Rollschneider leichter zu handhaben, als eine Schere, nur als kleiner Tipp ;) stefaniekisbauer Die Form findet ihr auf dem ersten Bild. Ich denke, sie ist ganz leicht nachzuvollziehen! Die andere Seite des Leders bleibt ein Rechteck. Diese klebt ihr zuerst mittig mit den Stoff zusammen und legt das Baumwollband zwischen das Rechteck Kunstleder und das zugeschnittene Teil. Drückt die beiden Teile richtig schön fest und lasst sie trocknen. Das Gleiche macht ihr auf der anderen Seite. Wenn alles gut getrocknet ist, näht ihr mit der Ledernadel einmal aussen rum und in der Mitte überkreuz, wie auf dem Bild schön zu sehen. Jetzt könnt ihr noch die Schieberegler an die Baumwollgurtbänder anbringen und eure Kamera damit schmücken!

Fertig!

So, und schon habt ihr ganz einfach und schnell euren eigenen individuellen Kameragurt erschaffen! Ich habe bis jetzt mit dieser Methode drei Stück genäht, zwei Stück gingen an zwei liebe Freunde. Mein eigener ist der, wie kann es anders sein, mit den Ankern. Ich werde noch einige nähen, mal schauen, wer diese bekommt!
Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Anleitung jemand inspirieren, würde mich wahnsinnig freuen! Verlinkt mir doch euren Gurt, wenn ihr ihn nachgemacht habt!

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Noch ein paar weitere Beispiele für euch, die euch inspirieren können!

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Do It Yourself – Holzschild im Shabbystil

Vor einigen Wochen haben es vielleicht einige schon auf Instagram gesehen. Das kleine Holzschildchen, das nun im Café Tapas steht. Natürlich selbstgemacht, was denn auch sonst. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein stinknormales Schild, das wäre ja langweilig. Das Schild ist auf alt gemacht, im sogenannten Shabbystil, mit einer Hauptfarbe, bei mir weiß, und eine Farbe, die den Shabbylook erzeugt, hier ist es schwarz. Wenn ihr wissen möchtet, wie einfach und mit wenigen Schritten man dieses Schild ganz individuell selbst machen kann, zeige ich euch in diesem Blog!

Zuerst braucht ihr mal:

  • Ein Stück Holz, in einer beliebigen Größe
  • schwarze und weiße Farbe, oder eine Farbe eurer Wahl, inklusive Pinsel und Bleistift
  • Teelichter und Feuerzeug
  • Schleifpapier
  • normales Papier

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Sucht euch einen Spruch eurer Wahl, ein Gedicht, das euch viel bedeutet, oder eurer Lieblingswort – ihr könnt nehmen, was ihr möchtet! Ich habe bei meinem Schild meine eigene Schrift genommen, ihr könnt euch jedoch auch in der Größe eures Schildes euren Text oder euer Wort ausdrucken. Dann malt ihr einfach mit einem weichen Bleistift ganz über die Rückseite, diese könnt ihr dann ganz einfach später abpausen.

Habt ihr einen Spruch, nehmt ihr euer Holz und malt erstmal an den Stellen, an denen kein Text stehen soll, mit der Farbe, die ihr als „Kratzer“ verwenden möchtet, zum Beispiel schwarz. Während alles trocknet, könnt ihr das Teelicht anzünden, denn von dem brauchen wir das Wachs. Ist es flüssig genug, pustet die Kerze aus und nehmt einen extra Pinsel und malt mit den Wachs über die schwarzen Stellen. Danach malt ihr mit der Hauptfarbe darüber, am besten öfter, damit alles gut deckt. Wenn alles getrocknet ist, legt das Papier mit euren Text auf das Holz zum Abpausen oder schreibt mit eurer eigenen Schrift und zeichnet ihn mit Bleistift nach. Die Buchstaben werden dann mit der schwarzen Farbe ausgemalt. Jetzt wartet ihr wieder, bis alles schön trocken ist. Danach schleift ihr an den Stellen, die ihr schwarz gemalt habt, so viel weiße Farbe ab, wie ihr möchtet. Außer natürlich an der Schrift ;)

Durch das Wachs geht die obere Farbe ganz leicht ab und erzeugt noch einen matten Eindruck, genau was man mit Shabby erreichen möchte.

Schon ist euer Schildchen fertig! Ihr könnt es jetzt noch mit Klarlack besprühen, wenn ihr möchte, dann glänzt es etwas und die Farbe hält sich besser. Außerdem kann man noch dicke Seile an der Rückseite befestigen, um es aufzuhangen.
So, nun habt ihr euch ein wunderschönes, eigenes Schild gebastelt! Die Schilder sind einfach super zum Verschenken für jeden Anlass und man kann sie in allen verschiedenen Variationen, Größen, Farben und Sprüchen herstellen! Viel Spaß beim Nachmachen!

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