Anna – Just simple

Manchmal will man einfach zu viel und vergisst das Wesentliche. Tausend Dinge, die man vor hat und machen will, Ziele, die man erreichen will. Oder man möchte E twas, was man eigentlich schon hat. Aber es nicht sieht, weil man sich einfach was anderes wünscht oder es nicht sehen will, weil man einfach zu negativ denkt und das, was man schon besitzt, nicht wahrnimmt.
Mir geht es bei meiner Fotografie öfter so. Das Simple wird vergessen, man denkt nur daran, en einfach geiles Bild zu haben, das viele beeindruckt. Oder man reitet sich auf einer Idee fest, denkt zu kompliziert und will zu viel von dieser Idee, obwohl man sie viel einfacher umsetzen kann.
Ich muss mich manchmal selbst ermahnen und erwische mich dabei, wie ich zu kompliziert denke. Hin und wieder erinnern mich auch Freunde und Familie daran, wie schön Einfachheit sein kann. Oder ein kleines Kind, dass von seiner Mutter zum Passbild machen geschleppt wird. Und seine Schüchternheit überwindet und dir am Ende ein echtes Lächeln schenkt, eines mit Wert und Freude in den Augen… *

Anna

Anna

An dieser Stelle zeige ich euch zwei simple Portraitbilder von Anna. Ich mag ihre Einfachheit.

*Es muss kurz erwähnt werden, dass diese dann natürlich nicht für den Pass verwendet werden dürfen und nur mit dazu gemacht werden. :P

Es gibt gar kein schwarz

Ich teile den Text der lieben Eva, weil er mich sehr berührt und ihn mehr Menschen sehen sollen und auch berührt werden sollen… Oder anderes während des Lesens in sich entdecken können…

„Gezeichnet von Ängsten und Trauer und Zweifel und Tränen Mit Zeit in den Händen und Schmerz in den Augen Ganz klein, ganz allein, ganz verlassen und einsam Voll Ratlosigkeit und endloser, endloser …“

Drückt unbedingt auf die Quelle! duchdennebelsehen hat noch mehr schöne Texte und auch Bilder…

Quelle: Es gibt gar kein schwarz

Lass mich das Leben festhalten

Vielleicht gibt es heute keine großen Bilder und keine Reise, kein Shooting. Vielleicht gibt es heute meine Gedanken. Auf der Suche nach einem Menschen bin ich alte Bilder von mir durchgegangen. Bilder, mit vielen Menschen. Von Hochzeiten und Veranstaltungen, die ich fotografiert habe. Und ich erinnerte mich zurück, dachte an all die Menschen, die ich beobachtet und manchmal auch festgehalten habe. An ihr Lachen und mein Lachen, weil ich mich für und mit ihnen gefreut habe. Gefreut wegen dem Moment, und das Glück, das ich hatte, genau dann dabei zu sein. Die kleinen Details, die ich endteckt habe, die ohne mich vielleicht versteckt gewesen wären. Für die ich mich fasziniert habe und das teilen wollte, auch wenn es viele nicht interessierte. Mit diesen Gedanken und den letzten Wochen im Kopf, die mich immer wieder ein bisschen nach unten gezogen haben, sitze ich nun hier und tippe. Frei Schnauze. Mit ein paar Tränen. Genau dieser Grund ist es, warum ich fotografiere. Warum ich es Liebe. Wegen den Menschen, wegen dem Leben, wegen dem Lachen und Weinen. Wegen der Echtheit. Diese Echtheit liebe ich so. Keine perfekten, scharfen Bilder, keine perfekten Gesichter mit perfekten Augenbrauen. Nein, ich liebe unperfekte Gesichter mit ECHTEN Charakterzügen. Und ihren Geschichten. Wegen nichts Anderen mache ich Bilder. Ich liebe Portraits, ich liebe Pärchen zu fotografieren, Schwangere, Familien. Aber noch mehr liebe ich es, sie echt und ungestellt in der Stadt zu beobachten und festzuhalten. Vielleicht auf einer Bank. Vielleich auch in einem nicht ganz so glücklichen Moment. Das ist doch viel schöner, als alles perfekt gestalten zu wollen

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Ich hab doch ein Bild für euch. Aus meinem letzten Besuch in Kiel. Es hängt in meinem Wohnzimmer und ist eines meiner Lieblingsbilder. Und wird es hoffentlich noch lange bleiben.

Die Ohrfeige des Lebens

Im August schlug es mir mit voller Kraft ins Gesicht. Das Leben. BAAAAM. Ohne Vorwarnung. Warum?
Ich hab angefangen zu arbeiten. Bin umgezogen. Wohne alleine in einer neuen Stadt. Bin auf einmal Single. Und fange genau dort in dieser Einsamkeit, wo man gerade mal seine Arbeitskollegen kennt, eine Ausbildung an. Frisch aus der Schule, sofort rein in alles. Verantwortung. Niemand sorgt mehr dafür, dass der Kühlschrank voll ist. Dass das Bad sauber ist und frische Wäsche da ist. Auf einmal musste auch noch Geld für ein Auto her. Und das Auto war auch auf einmal da. Genauso schnell, wie man in dieses komische Abenteuer namens Leben gefallen ist.
Und dann? Dann findet man sich nach einem wirklich beschissen Arbeitstag heulend auf dem Küchenboden mit einer Tafel Schokolade in der Hand. Sämtliche Lichter aus, kein Geräusch in der ganzen Wohnung, nur das entfernte huii der Autos auf der Straße. Das Teelicht flackert und man fragt sich. Warum? Wieso sitzt ich hier? Ich nenne den Küchenfußboden „Fußboden der verlorenen Seelen“. Er ist unterstes Niveau und man kommt super an Schokolade.

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Und genauso, wie man gut an die Schokolade kommt, kann man sich aus diesem Tief heben. Schokolade essen, aufstehen, Teelicht aus. Ins Bett.
Nach einer Woche weinen und heulen und Maske aufsetzen, mit Freunden reden. Aufbauen lassen. Sich wieder einkriegen. Ich schaffe das.
Ich hab den Glauben, dass alles seinen Grund hat. Und daran halte ich fest. Ich wachse mit den Wochen, in denen ich weinte. Und werde es besser machen. An mir arbeiten. Und mal wieder zum Fußboden der verlorenen Seelen zurückkehren, kann man sich hin und wieder erlauben. Nur nicht vergessen:
Wieder aufstehen!

Me

Herbert Grönemeyer sang mal: „Lache, wenn es nicht zum weinen reicht!“