Patrick und Lorena

Wenn du dich an eine große Reise erinnerst, fallen dir oftmals viele Momente nicht ein. Die Frage: „Wie wars?“ Wird mit „äääh, ja.. Voll cool!“ beantwortet. Was natürlich der Fall war. Hoffen wir doch. Aber dieser kleine Satz drückt in dir drin eigentlich viel mehr aus, so viel, dass es in diesem Moment gar nicht nach draussen dringen kann, denn es treffen viel zu viele Emotionen aufeinander. Sie stecken im Stau, da sie gleichzeitig heraus wollen und so kommen nur diese kleinen, nichts sagenden Wörter zum Vorschein und man fragt sich selbst in diesem Moment, was genau hab ich eigentlich erlebt? Und wo war ich eigentlich ?

Gebündelt kommen diese Erinnerungen meist erst langsam wieder, bei Situationen oder wenn man auf ein gemachtes Bild stößt. In vier Wochen können sehr viele Bilder entstehen und auch auf meiner Deutschland-Dänemark Reise sammelte sich Einiges an. Was aber viel schöner als die Bilder selbst sind, sind die ganzen Geschichten dahinter. Geschichten und Menschen. Diese Storys möchte ich heute anfangen mit euch zu teilen. Und da man sich immer am besten an die letzten Ereignisse erinnert und eines davon auch mit am Schönsten war, fangen wir mit der letzten Station der Reise an, in Warnemünde beziehungsweise Rostock !

Zufall oder Schicksal
Total happy zeigte ich meiner Freundin das von ihr geschossene Foto auf der Kamera, Abendlicht, ein wunderschönes Lächeln und die untergehende Sonne inklusive Meer und Möwen im Hintergrund. Die Kombination und auch das Licht waren einfach wundervoll. Sie lächelte ebenso und gemeinsam schauten wir die vielen entstandenen Bilder auf der Kamera an. Auf einmal hörten wir hinter uns eine freundliche Männerstimme. „Hallo, könntet ihr vielleicht auch ein Foto von uns machen?“, fragte ein blonder, lächelnder Mann und hielt uns sein Handy entgegen. Seine Freundin, etwas weiter hinten stehend, grinste herüber. „Ja klar gerne! Mit Sonne im Hintergrund?“ Er nickte und ich nahm ihm das Handy aus der Hand, während die beiden sich positionierten. Ich machte ein Bild, zur Sicherheit nochmal eins, schaute das Ergebnis an und schon kam die Fotografin in mir durch. Vordergrund zu dunkel, oder Hintergrund zu hell, Handykameras sind doch grausam. Meine eigene Kamera hing noch um meinem Hals. Ich guckte zu dem verliebten Pärchen vor mir und dann wieder auf meine Kamera. Diese, oder besser gesagt, ich, mit den richtigen Einstellungen, könnte das besser… Zack, stand ich beim Pärchen, fragte wie sie hießen und erklärte ihnen meinen simplen Plan: Ein kleines Shooting. Ein kleines, wundervolles Shooting, mit so viel Lachen und Spaß. Ganz entspannt und ungestellt liefen die beiden am Ufer entlang, knuddelten sich, lachten zusammen und waren während ich diese kleinen unscheinbaren Momente festhielt einfach sie selbst. Ich musste gar nicht viel sagen, während die Sonne immer tiefer sank und weiches, goldenes Licht auf die Schultern und die leuchtenden Haare der lieben Lorena warf. Sachte nahmen sie sich in den Arm, kuschelten sich zusammen. Langsam sah sie nach oben und lächelte, als sich ihre Blicke trafen, die Haare wehten zart in ihr Gesicht und Patrick strich liebevoll über ihre Backe und die Strähnen aus der Stirn. Ruhe kehrte ein, die Kinderstimmen im Hintergrund verwehte der Wind und das Rauschen der Wellen war zu hören. Möwen flogen über uns, Leute wanderten über den Strand schauten neugierig rüber und gingen weiter, sie wollten nicht stören. Genauso wenig wie das Pärchen sich stören ließ und einfach die salzige Meerluft und den Duft des Anderen genoss. Leise klickte die Kamera, ich machte vorsichtige Schritte af die beiden zu. Nah genug dran, nahm ich die Kamera nach einem letzten Foto vom Auge weg und grinste die beiden an. Sie sahen auf und lächelten ebenfalls. „So schön“, flüsterte ich und zeigte ihnen ein paar Bilder aus der Kamera, während hinter uns die Sonne weiter unterging, uns noch die letzten Strahlen schenkte, bevor sie hinter einer großen Wolke verschwand…

Kraftvolle Nordsee – Teil 1

Meine Liebe – das Meer. Ich kann diese Faszination nur schwer in Worte fassen, es ist eine Ruhe, die mich umgibt. Sei es die Weite, die Unendlichkeit, die Tiefe. Ich weiß es nicht. Man könnte eigentlich davor Angst haben, vor der geballten Kraft, die in ihr steckt, vor der Ungewissheit, was in ihren Tiefen lauert, vor der Unberechenbarkeit.
Der Grund für den spontanen Trip an die Nordsee war der Umstand, dass ich das Meer noch nie im Winter gesehen habe. Ein Häckchen auf meiner Liste erfüllt, und so viel reicher um schöne Erinnerungen und nie endender Faszination. Hat ein bisschen Ähnlichkeit mit dem Leben selbst.

Das Meer.
Trotz des bewölkten Himmels strahlt es voller Kraft, wuchtig fallen die Wellen ans Ufer, streicheln den Sand, ziehen sich nach der Berührung zurück. Die nächste kraftvolle Welle kommt hinterher, verschlingt ihren Freund, baut ihn auf und zieht sich zurück. Ein nie endendes Spiel.

Norderney
Diese Insel. Leider hab ich nur einen Tag auf ihr verbringen können. Und dennoch hat sie mich in ihren Bann gezogen. So viel Vielfalt, soviel Schönes. Schöne, verwinkelte Gassen, Tiere, Rehe, die mitten in der Stadt durch die Bäume flitzen, liebe Menschen in kleinen Lädchen. Wundervolle Natur, traumhafte Dünen, kleine Wäldchen und endlose, überschwemmte Wiesen mit süßen Hütten. Dazwischen ragen Hügel als Aussichtspunkt heraus, um über die Schönheit der Insel blicken zu können. Das alles durfte ich sehen und spüren, (dem starken Wind sei Dank). Meiner gloreichen Idee, 12 Kilometer durch die halbe Insel zu laufen, nur um den Leuchtturm von Norderney zu sehen, der eh geschlossen hatte, sei Dank.
Ich bin verliebt.
Man darf auch die Schattenseiten nicht auslassen. Denn dabei sollte man bloss nicht die Möwe vergessen, die mein Fischbrötchen klaute. Wenn man schon nur so kurze Zeit an der Küste verbringt, sollte man alles dabei haben. Auch Möwen und Fischbrötchen.









Warum Licht so wunderbar ist – Shootings Griechenland

Nach der Griechenlandreise mit der Schule hat mein Blog erst einmal eine wunderschöne Domain bekommen ! Ab jetzt gibt es Hopeinpictures.com ! Ich bin deshalb total glücklich und diese Info ist auch der Einstieg in diesen Blog, weil der Beschluss dazu in Griechenland entstanden ist.
Diese kleine Reise, die unter einem Schulprojekt lief, war sehr lehrreich und inspirierend. Aber dazu gibt es einen extra Post, vielleicht auch zwei, denn es sind sehr viele und wunderbare Bilder und Momentaufnahmen des Landes entstanden. Seid ihr schon neugierig, guckt mal auf Facebook! Griechenland auf Facebook
Es wurden jedoch nicht nur Land und Leute fotografiert, sondern auch schöne Portraitshootings im Abendlicht gemacht. Dazu sind wir auf einen langen Steg gegangen, der auch als Wellenbrecher im Hafen dient. Die Sonne verschwand immer wieder hinter den Wolken, tauchte wieder hervor und flutete das Meer mit ihrem schönen Abendlicht- eine Herausfoerdungen für Fotografen! Das wandelbare Licht war jedoch auch ein super Lerneffekt – war die Sonne hinter den Wolken, konnten wir in der Sonne fotografieren und hatten wunderbar zartes und diffuses Licht auf der Haut unserer Personen, kam die Sonne wieder hervor, hieß es schnell reagieren und mit Gegen- oder Seitenlicht arbeiten. Man lernte perfekt, wie sich das Licht verhielt und welche Wirkung es hatte! Aber guckt selbst, was wir Schönes gezaubert haben! :)
Den Blogbeitrag über Land und Leute, Natur und noch einiger wundervoller Erinnerungen an dieses Woche gibt es demnächst! Seid gespannt!





1000 km Entfernung – Pärchenshoot in Regensburg

Einige Wochen ist es schon her, wo ich Constance und Edouard in Regensburg fotografiert habe. Nun teile ich endlich mit euch die Bilder!
Durch Zufall kam das süße Pärchen auf meine Seite und nur einige Wochen später habe wir auch schon den Termin zu Shooting ausgemacht. Da war es einfach perfekt, dass ich Schule immer in Regensburg habe – denn auch mit Stadt als Kulisse wollte ich schon lange einmal fotografieren!

Liebe kennt keine Grenzen, keine Entfernungen. Liebe ist einfach da, kommt, wann sie möchte, streichelt in einem Moment deine Wange, und schlägt dir im anderen mitten ins Gesicht. Liebe ist unberechenbar und doch so wunderbar.

c+e

c+e
c+e
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Fernweh

„Der kalte, salzige Wind, der dir morgens um die Ohren weht, die Frisur zerstört, die seit einigen Tagen eh nicht mehr existiert. Der Geruch von Fisch und Sand, der ganz sanft und ein bisschen störend, aber nur ein bisschen, durch die Luft schwebt.
Nervige Kindermusik am Morgen, mit der du am liebsten jemanden Töten möchtest, denn du bist ein Morgenmuffel, findest sie aber trotzdem lustig und willst es nicht zu geben.
Der weiche Duft von AufbackBRÖTCHEN, nicht Semmel, Semmel ist böse, das hörst du jeden Tag und sagst es trotzdem, aus Trotz und weil es schön ist korrigiert zu werden, aber das zeigst du natürlich nicht.
Die Schiffe, die vorbei ziehen, du dich fragst wo sie hin fahren und wann sie wieder kommen, auch wenn du den Fahrplan kennst, aber es kan nja so viel passieren auf ihrer Reise in die große Weite.
Und warum du eigentlich nicht mitfährst. Und hier sitzt. Und sie betrachtest, dich fragst.
Und du dich dann erinnerst, denn du darfst dann auch Boot fahren, auf den wackeligen Steg, in das wackelige Boot, dir den Wind ins Gesicht peitschen lassen, das deine Augen tränen, salzige Luft atmen, kleine süße Wasserspritzer abbekommen, über jede Welle hüpfen, als wäre man schwerlos.
Weit blicken, so weit, dass man meint, die Unendlichkeit existiert, weil es einfach nur blau ist, tausende, wunderschöne Arten von blau, aber trotzdem scheint es wie ein einziges, unendliches Blau
Und dann, genau dann, realisiert man es erst, was man im Grunde schon immer wusste, es aber versteckt hat, tief in einem drin, für genau solche Momente.“

Stefanie Kisbauer

Unglaubliches Fernweh hat mich gepackt, bevor ich diesen Text schrieb. War es der hereinbrechende Frühling, ich weiß es nicht, ich sehnte mich wirklich tagelang nach dem Meer, nach ein bisschen mehr Freiheit und weniger eingeengt sein. Und fing endlich wieder an eigene Texte zu schreiben…

Sonnenhund

Erfurt und Jena – Geblitzt für einen Tag

Ein guter Freund von mir studiert seit Oktober in Jena. Seit Oktober nervt er mich liebevoll, dass ich ihn endlich besuchen soll. Seit Oktober habe ich es nicht auf die Reihe gebracht, das zu tun. Aber im Januar – ENDLICH.
Nach der Arbeit bin ich gleich losgefahren, damit es auch noch hell ist, wenn ich ankomme. Vielleicht war ich ein kleines bisschen zu schnell – hoffentlich nur ein bisschen. Bei dieser Fahrt wurde ich das allererste Mal in meinem Autofahrerleben geblitzt. Einfach so. So wurde ich dann in Jena ebenfalls begrüßt. In dieser Stadt stehen überall Blitzer. Überall! Kann sich das einer vorstellen? Und nicht versteckt – nein. Riesige Kästen sind das. Mein Kumpel meint, sie sehen aus wie TARS aus Interstellar. Vielleicht waren die Filmemacher in Jena…
So wurde ich also in dieser Stadt begrüßt. Doch die Reise war nicht zu Ende – nach Erfurt sollte es noch gehen, also gleich mal zwei deutsche Städte auf einen Streich geschafft. Und Erfurt ist eine sehr schöne Stadt. Ich habe sie zwar nur im Dunkeln und mit Stadtlichtern gesehen, aber das hat mir gut gefallen. Seht selbst! Am faszinierendsten an beiden Städten fand ich, dass viele Menschen Rad fahren. EGAL zu welcher Tageszeit und wie viel Schnee liegt. Kann mir das einer erklären?
Naja, genug gesprochen. Nach dem Jenaower war meine Reise am nächsten Tag beendet – ungeblitzt, zum Glück! – Ging es wieder nach Bayern. Mit weniger Fahrrädern.

Backlight

Erfurt

Erfurt

Radl

Eines der besagten Fahrräder

Jena

Vom Jentower aus

Gitarren

Mondnacht in Bayreuth

Warten auf den Fernbus, der den Kumpel vom anderen Ende von Deutschland bringt.
Es ist kalt.

Man ist müde.
Trotzdem. Man kann nicht in einer Stadt, in der man vorher noch nie gewesen ist, sein und sich nicht umschauen. Also, raus aus dem Auto und Stadt angucken! So gut wie es eben geht, nachts um halb zehn. In der Jogginghose. Egal.

mondnacht

Durch die Gassen geschlendert. Menschen beobachtet. Fotos gemacht. Schloss angeguckt. Fußgängerzone gefunden. Baustelle mit Gedicht. Wer kommt auf die Idee, Goethe und Eichendorf an die Wand zu schreiben?! Da stehen doch immer nur obszöne Worte… Faszinierend. Diesen Menschen hätte ich gern kennen gelernt…

Und Schlag auf Schlag! Werde ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch, du bist so schön.“
Ja, das hätte ich auch. Es sind doch kleine Sachen, die einem im Gedächtnis bleiben… Und dort bleiben sie nur mit einem Foto…