Warum manche Menschen besonders sind – Gedanken zu Weihnachten

Ich möchte euch heute zu diesem kleinen Bildchen eine Geschichte erzählen, die mich sehr fasziniert und auch mitgenommen hat. Die Geschichte beginnt in dem kleinen Dörfchen Weiherhammer, das ich in den letzten Jahren immer mehr schätzen und lieben gelernt habe. Durch meine Ausbildungsstelle bin in die letzten zwei Jahre nicht viel hier gewesen, nur am Wochenende kam ich immer zurück, habe meine lieben Freunde getroffen und war in Weiherhammer unterwegs. Wenn ich frei hatte und nicht gerade durch Deutschland und die Welt düste, bin ich natürlich auch gerne hier und freue mich, wenn ich einfach auf mein Fahrrad steigen kann und durch die Dorfstrassen flitzen, wie damals, als Kind, einfach mal kurz beim Nachbar vorbei gucken und spontan jemanden besuchen. Einfach wundervoll. Fast keine Autos auf den Strassen, kein doller Lärm, wie in der Stadt. Ich vermisste das Dorf, vermisste die Ruhe. Man lernt erst zu schätzen, was man hat, wenn man es mal nicht mehr hat. Und zu schätzen lernte ich in dieser Zeit auch meine Wurzeln. Das ist nur ein kleiner Grund, warum mir dieser Post auch irgendwie so wichtig ist und auch etwas vom Herzen kommt. Ich hab in dieser Zeit, in der ich sehr wenig da war, trotzdem irgendwie versucht, mitzumachen. Ich war immer noch mit der Wasserwachtsjugend unterwegs, wollte es nicht aufgeben, und kam auch immer mehr an Weiherhammer eigentlich ran.  Durchs Fotografieren begleitete ich im September den Festakt der Gemeinde, zu der ich erst 21 Jahre gehörte, aber schon mehr Jahre auf den Buckel hatte – 300 wurde sie dieses Jahr. Auf dem besagten Festakt wurden viele Menschen geehrt, Menschen, die in diesem kleinen Dorf, in diesen 300 Jahren, etwas vollbracht haben, ihr Herzblut hinein gesteckt haben, geholfen haben und etwas aufgebaut haben. Wie wichtig das ist, sieht man nie direkt. Was sie genau tun, sieht man nie direkt. Meist sieht man die Ergebnisse, das Offensichtliche. Doch wie ist es genau entstanden? Was steckt an Fleiß, Arbeit und schlaflosen Nächten in genau diesem Ergebnis, diesem einen Tag, oder was auch immer vollbracht wurde? Es sieht so einfach aus, wenn etwas fertig ist.

Inspiriert hat mich dazu eine Dame, die mir im Dorf bekannt war, aber man kannte sich halt. Man grüßte sich, lächelte. Manchmal denkt man einfach nicht darüber nach. Diese Dame wurde wie viele andere besondere Menschen, auf dem oben erwähnten Festakt mit der Barbaramedaille geehrt. Eine Medaille, mir bis dahin auch völlig unbekannt, die für besondere Taten in der Gemeinde verliehen wird. Schade an diesem Fest war, Verleihen schön und gut, aber warum haben sie diesen Preis erhalten? Ich erfuhr es nicht, begleitete die Veranstaltung, wunderte mich etwas und freute mich über die entstandenen Momente.

Bis mich ein paar Tage später diese Dame anrief, ob sie denn die entstandenen Bilder von ihr erwerben konnte. Und man sich dann zuerst am Telefon eine halbe Stunde unterhielt, fasziniert und nicht mehr ganz so unwissend am Ende des Telefonats. Eine Woche später stand ich bei der Dame in der Tür, mit einem Packen Bilder in der Hand. Und hörte ihren Geschichten zu. Geschichten voller Freude und Leidenschaft, übers Leben und Schenken. Mit noch einigen anderen Frauen werden jedes Jahr, oftmals auch mehrmals im Jahr, Dinge gebastelt. Gestrickt, gemacht, Kränze gebunden, für die Adventszeit. Es wird eingekauft, gelagert. Sie erzählte mir, wie der ganze Dachboden vollsteht, wie sich ihr Mann über das Chaos aufregt. Es war wundervoll zu zuhören. Es war wundervoll zu hören, dass man, die Dame ist auch schon etwas älter, eine Leidenschaft hat, etwas gefunden hat. Und dabei auch noch etwas Gutes tut, denn die entstandenen Sachen werden verkauft und das Geld dafür gespendet. Ob für örtliche Vereine oder Hilfsorganisationen, nichts bleibt bei den Damen. Nicht einmal die Kosten für das Material wollen sie decken. Einfach nur schenken.
Liebe Frau Kohl und all ihren wundervollen Helfern, vielen Dank für die schöne Geschichte! Es erfüllt mein Herz mit ganz viel Freude und Liebe, solche Menschen zu kennen! Macht weiter so, verschenkt diese Liebe! Es sind kleine Dinge, die oft etwas Besonderes bewirken!

DANKE

Ich bin in diesem Jahr einer großen Menge an Menschen sehr dankbar. Es ist so viel Wunderbares passiert, ich habe viele schöne Geschichten gehört und tolle Menschen kennen gelernt. Für mich selbst und meine Einstellung habe ich auch sehr viel erfahren und dazu gelernt. Allen Menschen da draußen, die dazu beigetragen haben, ob sie es wissen oder auch nicht, möchte ich ein riesengroßes Danke aussprechen. Danke, dass ihr, wenn auch nur einen kurzen Moment, in meinem Leben wart!
Danke auch an die Gemeinde Weiherhammer, dass ich sie dieses Jahr so tatkräftig unterstützen durfte!

Kameragurt – Do it Yourself

Heute gibt es mal wieder ein kleines Do-It-Yourself für euch! Ich bin in dieser Beziehung zurzeit echt fleissig, es entspannt mich ein bisschen und lenkt mich vom Alltag ab. Da ich ja sehr gerne nähe, jedoch noch nicht allzu gut darin bin, ist es vor allem leicht nachzumachen. Ich hoffe, ich helfe euch damit!
Ich wollte mir schon länger einen eigenen, individuellen Kameragurt nähen. Bis ich aber mal wusste, wie genau er sein sollte, was ich brauche, damit auch alles gut hält (meine Kamera ist schließlich oft im Einsatz, das muss schon was Festes sein), musste ich mich zuerst einmal durch mehrere Blogs, Anleitungen usw. durchlesen. Die folgende Anleitung ist deshalb auch von mehreren Seiten inspiriert und durch mich noch ein bisschen verbessert, oder eher verändert, verbessert ist relativ :D

Zu aller erst braucht ihr erstmal Folgendes:

  • Baumwollstoff in wunderschönen Farben, seid kreativ!
  • dickes Bügelvlies
  • Textilkleber
  • Baumwollgurtband und Schieberegler, meine sind 10mm breit
  • Kunstlederreste
  • Ledernadel, Faden, Nähmaschine, Stoffschere, Bügeleisen

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Es geht los!

So, dann fangen wir einmal an! Diese Anleitung kann auch nur eine Inspiration für euch sein. Da mir mein alter Nikongurt ein bisschen zu klein von der Breite her war, habe ich meinen etwas breiter gemacht. 5 cm ist er fertig breit, den Stoff schneidet ihr aber auf 11,5 cm zu, genauso wie das Vlies. Da ist die Nahtzugabe dazu gerechnet. Die Länge des Gurtes kann genauso nach euren Wünschen variieren, ich habe 62 cm genommen. So, nun bügelt ihr erstmal das Vlies auf den Stoff, damit dieser etwas fester wird. Den Stoff selbst könnt ihr dabei auch von Falten befreien.

Nackenpolster

Danach schneidet aus einer alten Decke, so wie ich, (für die Sparfüchse) ein Rechteck, das der Breite eures Stoffes entspricht und ca. 15 cm lang ist. Natürlich könnt ihr auch extra Sweatstoff oder Flies kaufen! Das ist die Polsterung für euren Nacken! Näht dieses Stück am Rand mit euren Stoff zusammen. stefaniekisbauerDanach faltet ihr ihn an der langen Seite und näht ihr ganz normal auf der linken Seite zusammen. Dann dreht ihr ihn um und näht an den beiden Seiten zusammen, um eine schöne Naht zu erhalten. Am Ende eurer Nackenpolsterung näht ihr noch einmal quer über den Stoff, damit eure Polsterung auch nicht verrutscht und bequem bleibt. Außerdem sieht es schön aus ;) stefaniekisbauerstefaniekisbauer

Das Leder verschönern

Jetzt schneidet ihr das Kunstleder zu, ein bisschen breiter wie die Breite eures Gurtes. Dabei ist ein Rollschneider leichter zu handhaben, als eine Schere, nur als kleiner Tipp ;) stefaniekisbauer Die Form findet ihr auf dem ersten Bild. Ich denke, sie ist ganz leicht nachzuvollziehen! Die andere Seite des Leders bleibt ein Rechteck. Diese klebt ihr zuerst mittig mit den Stoff zusammen und legt das Baumwollband zwischen das Rechteck Kunstleder und das zugeschnittene Teil. Drückt die beiden Teile richtig schön fest und lasst sie trocknen. Das Gleiche macht ihr auf der anderen Seite. Wenn alles gut getrocknet ist, näht ihr mit der Ledernadel einmal aussen rum und in der Mitte überkreuz, wie auf dem Bild schön zu sehen. Jetzt könnt ihr noch die Schieberegler an die Baumwollgurtbänder anbringen und eure Kamera damit schmücken!

Fertig!

So, und schon habt ihr ganz einfach und schnell euren eigenen individuellen Kameragurt erschaffen! Ich habe bis jetzt mit dieser Methode drei Stück genäht, zwei Stück gingen an zwei liebe Freunde. Mein eigener ist der, wie kann es anders sein, mit den Ankern. Ich werde noch einige nähen, mal schauen, wer diese bekommt!
Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Anleitung jemand inspirieren, würde mich wahnsinnig freuen! Verlinkt mir doch euren Gurt, wenn ihr ihn nachgemacht habt!

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Noch ein paar weitere Beispiele für euch, die euch inspirieren können!

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Mystischer Dachboden – Warum Licht so toll sein kann, Teil 2

Es muss nicht immer ein superduper tolle Location sein. Meistens reicht das richtige, und vor allem interessante, Licht. Licht kann so wandelbar sein und so unterschiedliche Gefühle und Stimmungen herauskitzeln. Mystik, Ruhe, Härte, Dramatik, Melancholie…
Hat ein wunderschöner Sonnenuntergang goldenes Licht, dieser Zeitpunkt zum fotografieren, wird ja auch „Golden Hour“ genannt, und das nicht zu unrecht, hatte meine letzte Location richtig schön viel Licht und Schatten und auch manchmal hartes Licht. Es ist so unterschiedlich und wandelbar und nur ein Schritt nach rechts oder links kann es total verändern… Und das Verrückteste – Man weiß nie alles über Licht – es gibt immer wieder etwas, was einen neu fasziniert..

Denn: Licht ist alles! Alles andere Störende im Hintergrund kann durch fotografisches Geschick und Gespür ausgeblendet werden. (Oder manchnmal retuschiert, hehe…) Was noch fehlt, ist der Mensch davor – und der Ausdruck.
Einer der vielen Gründe, warum ich fotografiere sind die Menschen und ihre unendlich vielen Facetten. Ich liebe ihre Gesichter, ihr Leuchten in den Augen, wenn sie lachen, ihre Traurigkeit, bei schlimmen Momenten, Wut, Ärger, Verwirrtheit, Fröhlichkeit. Alles, was Menschen ausmacht ist einfach so wunderschön. Auch die Unperfektheit in manchen ist einfach nur ein Ausdruck ihrer selbst. Man fotografiert auch nicht das Gesicht eines Menschen, sonderen das, was dahinter und darin liegt…
Licht kann das alles noch hervorheben, verstärken, Schatten kann verstecken, zum Nachdenken anregen oder genauso etwas betonen.. Es gibt einfach so viele Möglichkeiten, so viele unterschiedlichen Momente, Lichtsituationen und so viele Menschen und Charaktere… Ich hoffe, dass ich diese Fasination nie verliere…

„Wenn du Menschen in Farbe fotografierst, fotografierst du ihre Kleidung. Fotografierst du sie in schwarzweiß, fotografierst du ihre Seelen….“

– Ted Grant

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Ein bisschen Liebe – Sophie und Lukas

„Lass die Liebe in dir wohnen
Und schmeiß den Hass dafür raus.
Ich verpreche, es wird sich lohnen.
Es wird ein wunderbarer Tausch
Und wenn die Liebe in dir lebt
Verteile sie im ganzen Land
Hab keine Angst sie zu verlieren
Gib jedem etwas von ihr ab“

-Großstadtgeflüster

Sind es die Frühlingsgefühle, das schöne Wetter oder einfach nur Zufall? Zurzeit darf ich einige Pärchen kennenlernen und auch fotografieren ! Diese beiden haben schon länger geplant, süße, lustige und verliebte Bilder machen zu lassen, vor einem Jahr haben wir besprochen und nach diesem Jahr und einer kleinen Terminverschiebung wegen des lieben Wetters haben wir es auch endlich mal geschafft! Dafür war an diesem Tag das Wetter brav auf unserer Seite, und genau als ich vom Shooting wieder zurück kam, fing es auch schon zum nieseln an! Manchmal muss man auch einfach Glück haben!


Dennis und Tanja

Ein bisschen Liebe und Sonne darf an diesen veregneten Tagen nicht fehlen! Es braucht eigentlich keine großen Worte! Pärchen zu fotografieren macht den Fotografen selbst immer sehr glücklich, zumindest geht es mir immer so. Auch ohne Beziehung ist es einfach schön, andere Menschen zu beobachten, die einfach glücklich miteinander sind und sich gegenseitig unterstützten, vertrauen und aufbauen.
Umso schöner ist es auch, diese Zweisamkeit in Bildern festzuhalten und zu zeigen! Kleine Momente zu finden und kurz in die Privatheit dieses Momentes einzutauchen ist ein wundervolles Privileg! Ich freu mich auf jeden einzelnen Moment, der noch kommen wird.



Stefanie Kisbauer

Warum Licht so wunderbar ist – Shootings Griechenland

Nach der Griechenlandreise mit der Schule hat mein Blog erst einmal eine wunderschöne Domain bekommen ! Ab jetzt gibt es Hopeinpictures.com ! Ich bin deshalb total glücklich und diese Info ist auch der Einstieg in diesen Blog, weil der Beschluss dazu in Griechenland entstanden ist.
Diese kleine Reise, die unter einem Schulprojekt lief, war sehr lehrreich und inspirierend. Aber dazu gibt es einen extra Post, vielleicht auch zwei, denn es sind sehr viele und wunderbare Bilder und Momentaufnahmen des Landes entstanden. Seid ihr schon neugierig, guckt mal auf Facebook! Griechenland auf Facebook
Es wurden jedoch nicht nur Land und Leute fotografiert, sondern auch schöne Portraitshootings im Abendlicht gemacht. Dazu sind wir auf einen langen Steg gegangen, der auch als Wellenbrecher im Hafen dient. Die Sonne verschwand immer wieder hinter den Wolken, tauchte wieder hervor und flutete das Meer mit ihrem schönen Abendlicht- eine Herausfoerdungen für Fotografen! Das wandelbare Licht war jedoch auch ein super Lerneffekt – war die Sonne hinter den Wolken, konnten wir in der Sonne fotografieren und hatten wunderbar zartes und diffuses Licht auf der Haut unserer Personen, kam die Sonne wieder hervor, hieß es schnell reagieren und mit Gegen- oder Seitenlicht arbeiten. Man lernte perfekt, wie sich das Licht verhielt und welche Wirkung es hatte! Aber guckt selbst, was wir Schönes gezaubert haben! :)
Den Blogbeitrag über Land und Leute, Natur und noch einiger wundervoller Erinnerungen an dieses Woche gibt es demnächst! Seid gespannt!





Neugeborenenfotografie – Kleines Wesen und kleiner Tipp

Seht euch diese süße kleine Maus an! Ich durfte sie vor einigen Wochen fotografieren. Sie hat brav die ganze Zeit geschlafen, was bestimmt an der schönen Wärme im Raum lag. Bei Newborns verwendet man immer einen Heizlüfter, schließlich schläft niemand gerne, wenn es kalt ist! :) Als Licht diente mir nur ein Fenster, was aber auch völlig ausreichend ist. Ich konnte in aller Ruhe fotografieren, die Kleine schlief tief und fest und gönnte mir am Ende sogar ein kleines „Engelslächeln“! Ihre kleinen Fingerchen und Händchen bewegte sie hin und wieder ziellos, und auch die Beinchen wollten die neue Freiheit nach der Enge des Bauches ausprobieren, doch für mehr Bewegung war sie dann doch zu müde. Ich bin bei Newborns immer ganz hin und weg, es ist eine wunderschöne Art zu Fotografieren und die ersten Tage des Lebens eines kleinen Menschen festzuhalten. Die Neugeborenenfotografie mag ich am meisten, und hoffe auch sehr, sie später einmal vermehrt in meiner täglichen Arbeit zu haben!